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Das Hundeleben in Las Vegas und L.A.

erstellt am: 14.05.2017 | von: Doreen | Kategorie(n): Hundeblog

Wie immer wenn ich irgendwo auf der Welt Urlaub mache interessiert mich wie die Menschen dort mit ihren Hunden umgehen und leben. Diesmal habe ich auch in Las Vegas und Los Angeles genauer geschaut, und was ich da alles gesehen habe, möchte ich euch gerne mitteilen.

Da ich jeden Tag von Hunden umgeben bin, stellte sich mir nach kurzer Zeit im touristen Trubel in Las Vegas die Frage: Wo sind eigentlich die Hunde? Aber es ist sehr positiv, dass diese Frage überhaupt aufkam…..

Las Vegas ist die größte Stadt in Nevada; 2014 waren es über 613.000 Einwohner, und jeder wird schon einmal vom weltberühmten Las Vegas Strip mit seinen zahlreichen Hotels und Casinos gehört haben. Dieser Strip ist knapp 7 km lang, und jetzt im April waren es am Tag meist um die 30 Grad Celsius. Wenn man diese Daten jetzt kurz sacken lässt, bin ich froh, dass die Frage: „Wo sind die Hunde?“ aufgekommen ist. Ich habe im gesamtem Touristenbereich, so nenn ich es mal, keinen Hund gesehen, und dafür bin ich auch sehr dankbar. Außnahmen waren zwei Obdachlose, welche mit ihren Fellnasen im Schatten saßen, Wasser dabei hatten und gerne etwas von mir bekommen haben.

Also begann ich mich schlau zu machen wo ich die Hunde finde, und, wie ich es gewohnt bin in den USA, fand ich diese in Hundeparks und Tierhandlungen, welche man sich allerdings keinesfalls wie in Deutschland vorstellen sollte. Tierhandlungen sind riesig und haben alles rund um Hund, Katze, Fische und Nager. Tierarzt mit Klinik, Groomer, Hundeschule und einen Bereich für Adoptionen von Katzen sind sehr oft auch gleich mit dabei. Leider gibt es noch in einigen Tierläden Hunde hinter dem Schaufenster, was für die Entwicklung und das Verhalten der Hunde alles andere als sinnvoll ist. Meist sind solche Hunde auch aus sogenannten Puppy Mills, und jeder Kauf unterstützt den schrecklichen Tierhandel.. aber dies Bedarf einer eigenen Diskussion und Recherche.

Mein nächster Stopp war also der Hundepark. Da ich oft in den USA unterwegs bin, weiß ich schon, dass es solche eingezäunten Bereiche gibt, in denen Hunde einfach mal toben und spielen dürfen. Was auch eine tolle Sache ist, denn wenn man sich überlegt wie viele Menschen (613.000) alleine in Las Vegas sind, und wenn nur ein Viertel all dieser Menschen einen Hund hat, dann gibt es da nicht viel Platz in der Innenstadt. Um aus der Stadt heraus zu fahren, benötigt man bei gutem Verkehr locker 30 Minuten, in Los Angeles unter Umständen sogar über eine Stunde. Dort angekommen besteht die Landschaft dann aus heißer Wüste inklusive vieler Wildtiere wie Coyoten, Schlangen, Skorpionen und vielem mehr. Also ein Freilauf, wie wir ihn hier in Deutschland meist kennen, mal eben durch den Wald und aufs Feld, ist alleine vom Größenverhältnis her schon sehr schwer; zumindest in den Großstädten der USA. Die Lösung dort sind eben solche Hundeparks, welche meist von 06:00 uhr morgens bis 23:00 Uhr abends geöffnet sind. Manche Parks sind unterteilt in Bereiche für große und kleine Hunde, andere sind einfach eine große Wiesen- und Waldfläche. Bei privaten Parks zahlt man meist eine Gebühr für die Nutzung, Städtische Parks sind meist kostenlos.

An sich ist dies eine tolle Idee, welche nach meiner Meinung auch in Deutschland schon viel mehr umgesetzt werden sollte, denn auch wir haben in Großstädten zu wenig Freilaufflächen, und ein Hund welcher ständig und überall Leinenzwang hat, ist schlichtweg nicht artgerecht gehalten. Allerdings gibt es kein ausgebildetes Personal in solchen Hundeparks, sprich jeder kann mit seinem Halbwissen und auch seinem unverträglichen Hund dort hin. Natürlich wird man des Platzes verwiesen wenn zwei mal etwas Geschehen ist. Für den Geschädigten anderen Hund reicht allerdings einmal eine Beißerei um sein Verhalten nachhaltig zu beeinflussen. Aber auch dieses Thema gehört in einen eigenen ausführlichen Beitrag und führt schon wieder sehr weit ab von der Schilderung wie Leben Hunde im Raum Las Vegas und Los Angeles. Also halten wir fest: Gassi gehen heißt größtenteils um den Block gehen und in Hundeparks toben.

Im weiteren Verlauf des Urlaubs ging es endlich an die Küste von Los Angeles, Santa Monica und Venice Beach. Im April war es mir persönlich noch zu kalt um in den Pazifik zu springen, doch der Ocean Front Walk entlang Venice Beach war mir auch viel lieber als im Wasser zu planschen. Venice Beach hat eine Länge von 4,5 km und es ist wie in einer anderen Welt, für mich zumindest. Entlang des Strandes gibt es hunderte Geschäfte mit Kleidern, Souvenieren, Essensständen und anderen Einkaufsmöglichkeiten. Vor all diesen Geschäften, welche meist in Häusern sind die voller wirklich tollem Graffiti sind, eins bunter als das andere, tummeln sich Menschen die ihr Können zeigen. Vom Maler, zum Sänger, über die Wahrheitssagerin, der neueste DJ, jeder der meint ein Talent zu haben darf es hier zeigen. Und was mich an diesem kreativen Ort am meisten begeistert sind die Hunde mittendrin.

Denn genau da, wo es eine Aura hat, die einen an Flower Power und 70er Jahre erinnert, Bob Marley überall singt, da sitzen die von den Medien schlecht gemachten „Kampfhunde“. Mir ging ehrlich das Herz auf an diesem Ort, denn viele liefen auch einfach frei, saßen neben ihren Künstlern, spielten mit anderen und durften einfach Hunde sein.

Genau wie auf dem Bild zu sehen, des Malers bester Freund 🙂 Ich fand genau die Szene und das Bild so passend für den Venice Beach, und jedesmal wenn ich dort bin liebe ich den Anblick dieser einfach echt tollen Rassen. Denn das ist was sie wirklich sind, beste Freunde, loyal, freundlich, fröhlich und immer an der Seite ihrer Menschen. Ich wünschte es wäre auch an manchen Orten in Deutschland wieder so.

Natürlich werden jetzt viele sagen „Dort gibt es aber auch Hundekämpfe, Gangs etc.“ Absolut! In den USA gibt es auch viele Missstände im Bezug auf Hunde, das will ich gar nicht abstreiten. Doch genau da und genau an diesem Ort, gibt es einfach richtig fröhliche Hunde, denen es so gut geht, dass man es Ihnen richtig ansieht. Und genau das sind die Bilder, die andere sehen sollten und daraus lernen sollten.

Der Mensch macht was der Hund ist, und der Hund spiegelt uns selbst. Ganz egal welche Rasse das ist!

Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub und bin froh über die kleinen Einblicke in andere Kulturen.

Und zum Nachdenken – Stand April 2017: die Beißstatisitk in Deutschland wird weiterhin angeführt von Schäferhunden…

 

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