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Sinnesorgane des Hundes

erstellt am: 25.11.2015 | von: Doreen | Kategorie(n): Hundeblog

Dies ist eine Zusammenfassung der Sinnesorgane unserer Hunde.

Quellen stammen von Gerald Groos, Hundesachverständiger Hessen; sowie Frau Dr. Dorit Feddersen-Petersen.

 

Sehsinn:

Der Hund ist ein Beutegreifer, er nimmt sich bewegende Dinge wesentlich schneller war als wir.

Sehen Hunde schwarz weiß? Der Hund hat eine Rot-Grün-Sehschwäche. Grüne Objekte erscheinen eher farblos, rote eher gelb. Ein roter Ball auf einer grünen Wiese ist somit nicht so leicht zu erkennen wie für uns. Am Besten ausgeprägt ist der Sinn für Blautöne.

In der Zeit zwischen Dämmerung und Nacht sowie kurz vor Sonnenaufgang hat das vom Himmel reflektierte Licht wegen der fehlenden Sonneneinstrahlung einen höheren Blauanteil – für einen Jäger, der zu dieser Zeit auf der Pirsch ist und Blautöne gut unterscheiden kann, ist dies ein gewaltiger Vorteil.

Hunde sind kurzsichtig. Warum ein Reh auf der Wiese still stehen bleibt, wenn es einen Hund sieht? Weil das die beste Chance ist, nicht aufzufallen. Bewegt sich das Reh setzt der Jagdinstinkt ein, der Hund rennt los. „Wenn man den Hund ruft auf 100 Meter Entfernung, sollte man sich bewegen, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch höher dass der Hund zurück kommt.“ Hunde sehen allerdings nicht in Zeitlupe.

So lange ein Objekt still steht, ist ein Hund kurzsichtig. Auf einer Entfernung von etwa 6 Metern kann der Hund das Objekt nicht scharf erkennen, Menschen können bis 20 Meter weit scharf sehen. Bewegt sich das Objekt aber sehen Hunde es wiederum besser.

Vermutung! Menschen sehen etwa 6mal schärfer als Hunde. Das Auge hat Zäpfen und Stäbchen. Der Mensch hat mehr Zäpfchen, welche für die Lichtempfindlichkeit verantwortlich sind, sprich der Mensch braucht mehr Licht um gut zu sehen. Der Hund hat mehr Stäbchen und sieht somit besser bei weniger Licht.

Geruchssinn/ Geschmacksinn:

Etwa 40 bis 100 mal höherer Geruchssinn als bei Menschen, weil? Form der Nase, Feuchte Nase, starke Sensoren. Der Hund gehört zu den Nasentieren. Der Mensch hat etwa 5 Millionen Riechzellen, ein Dackel etwa 125 Million, ein Schäferhund 220 Millionen.

Im Vergleich zum Menschen etwa eine Million Mal besseres Riechvermögen. Der Hund kann in kurzen Atemzügen bis zu 300 Mal in der Minute atmen, so dass die Riechzellen ständig mit neuen Geruchspartikeln versorgt werden.

Das Riechhirn ist im Vergleich zu dem des Menschen riesig, denn es macht allein zehn Prozent des Hundehirns aus (im Vergleich: ein Prozent beim Menschen).

„Hunde können rund tausend Gerüche unterscheiden. Über die Nase erfährt der Hund alle für ihn notwendigen Informationen seiner Umwelt. Alter, Geschlecht oder Gesundheit von Artgenossen. All das nimmt der Hund über seine Nase wahr. Aber auch Stimmungen wie etwa Angst oder Freude kann der Hund riechen.“

Der Hund hat Papillen auf der Zunge, auf Gaumendach und im Eingang des Schlundes, somit über 1700 Geschmacksknospen. Der Mensch hat etwa 6 mal soviel.

4 Paar Speicheldrüsen, mit versch. Speichel von wässrig (für Gemüse) und schleimig (für Fleisch).

„Die Geschmackswahrnehmung ist anders als beim Mensch. So reagiert der seitliche Teil der Zunge auf süße, salzige und saure Nahrung, während der hintere Zungenteil auf Bitteres anspricht. Die Rezeptoren, die fleischige Nahrung anzeigen, sind auf der ganzen Zunge verteilt, kommen jedoch auf dem ersten Drittel gehäuft vor.“ Der Mensch schmeckt vorne süß und hat nichts besonderes um Fleisch zu schmecken.

Geruchssinn und Geschmackssinn arbeiten zusammen. Schlechter Geschmack dafür bessere Nase.

Hörsinn:

„Das Ohr des Hundes kann höhere Frequenzen wahrnehmen als das des Menschen.

Mensch ≈ 20–20.000 Hz

Hund ≈ 15–100.000 Hz“

Die beweglichen Ohrmuscheln des Hundes lassen ihn Geräuschquellen zudem besser dreidimensional orten, als ein Mensch das könnte. Übrigens nutzen sie zunächst nur ein Ohr, um einen Ton zu orten, bevor das zweite Ohr zum Einsatz kommt um den Ton zu verarbeiten. Stehohren höhren noch besser als Schlappohren.

Selektives Hören auch beim Schlafen. Musik, TV nimmt er dann nicht wahr, Futterdose hingegen direkt.

Tastsinn:

Hunde nehmen Berührungen vor allem über die Haut und mit Hilfe ihrer Vibrissen (40% des Tastsinns) wahr. Besonders stark ausgeprägt sind diese an Kopf und Hals sowie an den Pfoten

Nase/Lippe hat die meisten Sinnesnerven. Pfoten nehmen Vibrationen war, Vibrisse ist Frühwarnsystem bei Zusammenstößen und schützt das Auge.

Hunde besitzen ausschließlich Kältesensoren. Eine Ausnahme ist die Nase, in der sich Wärmesensoren befinden. „Diese dienen besonders den Welpen dazu, nach der Geburt zur Mutter zu finden. Bei der Berührung mit heißen Gegenständen reagieren Hunde mit ihren Schmerzrezeptoren, nicht mit Wärmesensoren. Hunde können wie Menschen Schmerz empfinden.“

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Klasse Info 🙂 Danke Doreen

Gerne 🙂 Freut mich 🙂