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Willkommen Wolf

erstellt am: 02.03.2016 | von: Doreen | Kategorie(n): Hundeblog

Willkommen Wolf- Urahne

Dies ist eine Zusammenfassung der Wanderung Feb 2016 mit dem Thema „Willkommen Wolf“. Überblick über den Wolf und Vergleiche zum Hund. Quellen stammen von https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/

 

Wolf: Canis Lupus

Hund: Canis Lupus familaris

Der Ursprung des Wolfes liegt wohl in Eurasien. Der heutige Hund ist ein vom Mensch domestiziertes Tier, somit ein domestizierter Artgenosse des Wolfes. Die ältesten Fossilien von Hundeskeletten sind etwa 15.000 Jahre alt, welche noch wolfsähnlich aussahen.

Der Wolf wurde vom Mensch ausgerottet und kommt nach 150 Jahren selbstständig wieder, was beeindruckend ist. Seit 15 Jahren gibt es wieder Wölfe in Deutschland, 31 Wolfsfamilien leben laut NABU frei. Im Jahr 2000 war das erste Rudel in Ostsachsen, diese und weitere kamen aus Nord-Ost-Polen. Die Tageslaufleistung eines Wolfes liegt bei etwa 30-75 km.

Im Saarland sind offiziell noch keine Wölfe bekannt. In Rheinland-Pfalz war 2012 eine Sichtung, welcher vom Jäger dann aber als streunenden Hund benannt wurde und erschossen wurde.

Wie groß ist eine Wolfsfamilie? Etwa 8 Tiere, Eltern mit etwa 2 Generationen Wolfswelpen. Passt sich der Umgebung an, Futter, Schlafplatz und Größe des Territoriums. Wolf ist selbstregulierend, es wird nie mehr geben als das verfügbare Territorium zulässt und auch nur soviel wie es Futter für die Familie gibt. Geschlechtsreif wird ein Hund mit etwa 12 Monaten oder sogar früher. Der Wolf erst mit 2-3 Jahren. Hündinnen werden 2 mal jährlich läufig, Fähen nur im Januar/Februar damit die Welpen im warmen Sommer zur Welt kommen.

Warum heult ein Wolf? Kommunikationsverhalten, Rufen der Familie, markiert das Revier und hilft bei der Partnersuche.

Der Wolf ernährt sich von kranken, geschwächten Wildtieren, er gilt als Gesundheitspolizei des Waldes. Das Wild verhält sich dynamischer, natürlicher und ist nicht immer am selben Ort zu finden. Für Jäger bedeutet das, eine neue Praxis anzuwenden in Zusammenarbeit mit dem Wolf, nicht als Konkurrent.

Der Wolf ist ein Fleischfresser, der Hund ein Allesfresser. Der Wolf verwertet pflanzliches kaum, Hunde hingegen schon. Hunde jagen durch Reize, Wölfe gehen auf die Jagd.

Nutztiere müssen und sollen geschützt werden. Nur noch 0,3 Prozent der Schafe in Wolfsgebieten werden von Wölfen gerissen, in Sachsen hat man jetzt jahrelange Erfahrung wie ein Zaun sein muss. Ein Wolf kann von sich aus nicht unterscheiden „Reh darf ich fressen, Schaaf aber nicht“. Zuschüsse gibt es für Herdenschutzmaßnahmen und Entschädigung bei Verlusten werden gezahlt.

Tschechoslowakischer Wolfshund, oder Saarloos Wolfshund ähneln dem Wolf sehr. Aber den Wolf erkennt man am hellem Schnauzenbereich, kleine dreieckige Ohren, dunkler Sattelfleck ( da wo bei einem Pferd der Sattel liegen würde, ist ein dunkler Fleck), lange Beine und ein gerade hängender Schwanz.

Ein Wolf riecht andere Tiere auf einer Entfernung von 2,5 km. Er ist misstrauisch und vorsichtig, geht Menschen aus dem Weg weit bevor wir merken das ein Wolf in der Nähe ist, aufgrund seiner sehr guten Sinne. Begegnungen gibt es selten. Für den Wolf stellen wir Menschen keine Beute dar, auch ein Kind ist nicht eine potenzielle Mahlzeit. Wie beim Hund auch entsteht aber bei einem rennenden Kind evtl. ein Jagdverhalten. Bei Unwohlsein im Wald laut sein, in die Hände klatschen, pfeifen, langsam zurück ziehen, rückwärts seitlich gehen, Kopf abwenden, nicht anstarren.

Junge Wölfe sind noch unbedarft und neugieriger, müssen wie ein Hund Situationen und Verhalten erst noch lernen. Werden Jungwölfe dann gefüttert lernen sie keine Distanz mehr zu bewahren zwischen Wolf und Mensch und nähern sich immer weiter Wohngebieten. Deswegen nicht füttern! Nachts wenn Orte ruhig sind, sind Wölfe neugierig und durchqueren auch Ortschaften.

Der Wolf ist ein Raubtier und kein Streichelzoo Tier, Respekt sollte man immer haben! In ausgewiesenen Wolfsgebieten Hunde anleinen. Mit Hund im Wolfsgebiet gibt es Regeln, da es Konkurrenzen ums Revier geben kann. Ein Hund sollte, auch ohne Wolf, immer im Einflussbereich des Menschen sein. Bei Wolfssichtung anleinen und sich langsam zurück ziehen.

Ruhig bleiben, nicht auf den Wolf zu gehen oder verfolgen, bemerkbar machen und Sichtung melden.

Hunde werden wesentlich älter, bis zu 18 Jahre. Freilebende Wölfe werden nur höchstens 10 Jahre alt. Es gibt wesentlich mehr Gefahren in der Natur wie Verkehr, Jäger, Bärenfallen und es kein Tierarzt da um zu helfen.

Der Hund orientiert sich am Menschen. Übung zum Testen: Hund Sitz und Bleib. Ein paar Schritte entfernen, rechts und links ein Leckerli hin legen und nur mit Handzeichen oder Augenkontakt schicken. Hunde lesen Gesten! Macht man diese Übung mit einem Wolf nur über Augenkontakt kann er es mit großer Wahrscheinlichkeit, nicht aber mit Handgesten.

Hund und Wolf haben Ähnlichkeiten im Körperbau, Gebiss, Körpersprache, Mimik und Sinnesorgane. Wölfe heulen mehr als Hunde und bellen dafür kaum. Manche Hunde heulen mit Sirenen zum Beispiel. Auch das Drehen vorm Schlafen legen beim Hund ähnelt dem Wolf, welcher das Gras platt tretet bevor er sich hin legt.

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Danke für die gute Information 🙂

Sehr gerne 🙂